Regel No.1 Keiner spricht über den Fightclub

Die Diskussionen nach den heftigen Gewaltausbrüchen rund um die HoGeSa Demonstrationen in Köln haben mich sehr nachdenklich gemacht. Die meisten Diskussionen drehten sich um einen Ausbruch rechter Gewalt. Manche haben sich verzweifelt bemüht die Verbindung zum Fußball und zu Gewalt in Stadien zu ziehen. Die CDU fabulierte sich wie immer was von „aber es gibt auch Linke Gewalt“ zusammen. Hooligans, Ultras, FußballFans und Nazis wurden schnell in einen Topf geworfen und einmal geschüttelt, bis kaum noch auseinander gehalten wurde was da wirklich passiert ist. Die Frage nach dem warum wurde kaum gestellt, weil eigentlich jeder gleich seine Antwort nach dem warum parat hatte. Dabei sind einfache Muster bevorzugt. In den ganzen Debatten habe ich eigentlich keinen einzigen Beitrag dazu gesehen, der sich zur menschlichen Gewaltbereitschaft und Aggressivität selber geäußert hat, geschweige denn Konsequenzen aufzeigen konnte der Über „mehr Polizei“, „Nazis müssen weg“, oder „Fußball ist was für Proleten“ ging. Die vorsichtigen unter den Diskutierenden wollen lieber Diskussionsrunden um erstmal zu schauen woran man eigentlich ist.
 
Ein Blick in die Menschheitsgeschichte würde da sicherlich helfen. Diese Diskussionen werden wohl seit Jahrhunderten geführt und meiner Meinung nach sind die Gewaltausbrüche in Köln auch weit davon entfernt etwas Neues zu sein, was man so noch nicht erlebt hat.
 
Die Menschheitsgeschichte ist geprägt von sich immer wiederholenden Ausbrüchen von Gewalt und Aggression, wobei Gewalt die physische Repräsentation der Aggression ist. Revolutionen, Krieg und Gewaltherrschaften gibt es in allen Gesellschaften und Regionen der Erde. Die momentan in Großteilen der Welt vorherrschende sehr lange Friedensperiode stellt eine große Ausnahme da und sollte von uns allen als Privileg angesehen werden, dass wir das Glück haben in den eher friedlichen Regionen und zu diesem Zeitpunkt zu leben.
 
Die momentane Zeit des Friedens, die von 1945 bis heute andauert, und in absehbarer Zeit auch kein Ende vermuten lässt, ist nach der Zeit zwischen 1871 und 1914. Wobei man diese frühere Friedensperiode deutlich mit Vorsicht geniessen muss, da sie sich in einer Zeit der militärischen Kolonialpolitik befindet und daher für die folgenden Argumente kaum in Betracht zu ziehen ist. Dazu aber später mehr.
 
In diesen drei Blogbeiträgen gehe ich auf die einzelnen Aspekte ein:
(anklickbare Textlinks)
 
 
Die von mir aufgestellten Thesen sind dabei natürlich nicht als streng wissenschaftlich zu betrachten. Sie sind eine sehr persönliche Sichtweise und erheben keinen Anspruch auf Allgemeingültigkeit. Ich werde versuchen Faktenlage und persönliche Einschätzung voneinander zu trennen und auch sichtbar zu machen.
 
Viel Spaß beim Lesen und wie immer freue ich mich über Kommentare.
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