Echt? In den Landesvorstand?

Seit ein paar Tagen kandidiere ich für den Landesvorstand der Piraten in NRW. Da taucht natürlich die Frage auf: Warum eigentlich? Seit meiner Jugend ist Politik schon immer eine echte Bereicherung meines Lebens gewesen. Seien es Aktionen in der Schule, dass man sich für die Interessen der Klasse und seiner Mitschüler eingesetzt hat, sei es dass man sich als Schüler in Stadtratssitzungen gesetzt hat oder auch Aktivitäten bei Demos wie zum Beispiel gegen den Ersten Golfkrieg, gegen die Verwendung von Asbest in unserer Schule, oder gegen Atomkraft.

Und so hiess es schon sehr früh in meiner Familie: Warum gehst du eigentlich nicht in die Politik? Leider habe ich damals nicht wirklich eine politische Heimat gefunden. Kontakte zu den Grünen und der SPD im Kreis Mettmann waren ziemlich desillusionierend. Also Jugendlicher wurde man dort nicht wirklich ernst genommen. Und so führte mich der Weg erstmal wieder weg von der aktiven Politik.

2009 lernte ich dann die Piraten kennen und verfolgte sie mit zunehmendem Interesse. Die Entwicklung der etablierten Politik in den letzten Jahren hat mich dann davon überzeugt, dass man kaum noch darum herum kommt  sich politisch zu engagieren. Die Piraten waren für mich der einzig gangbare Weg, da mich mit den Piraten sowohl die Inhalte, als auch der politische Stil und die Paradigmen verbinden. Im NRW-Landtags-Wahlkampf 2012 bekam ich dann gleich die Möglichkeit meine im Beruf erlernten Fähigkeiten in die Parteiarbeit einzubringen wurde Teil des Wahlkampfteams. Koordination der Wahlhelfer, Arbeit im G2A, Entwicklung und Koordination von Wahlkampfaktionen und als mein persönlicher krönender Abschluss dann die gemeinschaftliche Planung und Durchführung der zentralen Wahlkampfparty zusammen mit Frank Herrmann.

Nach dem Wahlkampf tauchte dann für mich die Frage auf, wie es für mich persönlich weiter geht. Schon vor der Wahlparty wurde ich von anderen Piraten gefragt, ob ich nicht für den Vorstand kandidieren möchte und so hab ich mich dazu entschlossen es zu probieren.

Ich denke dass ich dem Vorstand und somit auch den Piraten am besten damit dienen kann, wenn ich dort meine im Beruf erworbenen Fertigkeiten einbringe. Als Eventmanager und Veranstaltungsleiter bin ich ausgebildet und erfahren in der Koordination von Veranstaltungen, Personalplanung und Logistik, in der Vermittlung zwischen unterschiedlichen Arbeitsgruppen und letzten Endes auch in kostenorientierte Projektplanung.

Schwerpunktmäßig möchte ich als Beisitzer den kommenden Generalsekretär bei seiner Arbeit unterstützen. Dadurch, dass ich in meinem Job schwerpunktmäßig von Donnerstag oder Freitag bis Sonntag arbeite habe ich den Vorteil dass ich 3-4 Tage pro Woche der Parteiarbeit widmen kann. An meinen Arbeitstagen ist meine Kernarbeitszeit 13:00 bis 24:00 Uhr so dass ich an diesen Tagen zumindest noch parteilichen Schriftverkehr erledigen kann.

Insofern halte ich mich für einen geeigneten Vorstandskandidaten und hoffe nach dem Parteitag meine Tätigkeit im Vorstand der Piratenpartei NRW beginnen zu können.

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2 Gedanken zu “Echt? In den Landesvorstand?

  1. Finde ich eine gute Idee mit deiner Kandidatur. Was mich noch interessieren würde ist deine Meinung zur Erweiterung des Vorstandes?

    1. Ich hab auf der Mailingsliste schon dazu geschrieben. Wenn sich geeignete Bewerber finden dann denke ich, dass man dadurch die zu erwartende Mehrarbeit auffangen. Die Mitgliederzahl ist in den letzten Wochen und Monaten immens angestiegen. Mehr Stammtische, mehr Kommunikationsaufwand und mehr Koordinationsaufgaben. Insofern bin ich der Idee nicht ganz abgeneigt

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